Empathie bei Pflegefachkräften und Pflege Hilfskräften *NEU*

Empathie bei Pflegefachkräften und Pflege Hilfskräften *NEU*

Empathie ist wie Wasser auf einem Blatt, die Grundlage für eine wertvolle und gesunde Arbeit und Arbeitskraft. 
Im Bereich der Pflege und Betreuung, werden Führungskräfte häufig mit zu viel oder zu wenig Empathie der Mitarbeiter in der Pflege konfrontiert. Die Auswirkung betreffen den Pflegenden und den Patienten, Bewohner oder Angehörige, sowie das Unternehmen, dem ein schlechter Leumund schlicht die Kunden raubt, weil das Personal in diesem Punkt nicht gut ausgebildet ist. 

Mangelnde Empathie hat auch wirtschaftliche Folgen.

Manchmal mangelt es generell am notwendigen Einfühlungsvermögen gegenüber den zu betreuenden Menschen. 

Ursachen: 

  • Persönlich fehlendes Verständnis, das auf der eigenen Erziehung beruht.
  • Die Meinung Gefühle sind generell nicht angebracht.
  • Die Meinung es mangelt an Zeit für Empathie während der Pflege.
  • Es fehlt das Wissen, was Empathie ist.
  • Selbstschutz 
  • Gleichgültigkeit
  • Notwendigkeit von Empathie und deren, auch wirtschaftliche Auswirkung, ist nicht bekannt.

Bei anderen schlägt die Empathie eher in Mitleid um und führt unter anderem dazu, das persönliche Abgrenzung nicht mehr möglich ist, da man „MIT“ leidet. Die eigene Psychohygiene wird verletzt. Arbeitszeiten können nicht mehr eingehalten werden, da der persönliche Faktor gegenüber der sachlichen Notwendigkeit der Pflegeleistung überwiegt.

Ursachen:

  • Helfersyndrom
  • Probleme Empathie und Notwendigkeit zu unterscheiden. Wo ist die Grenze?
  • Beruf als emotionale Berufung verstehen
  • Emotionale Bestätigung durch den Patienten und Betreuten suchen
  • Anerkennung der eigenen Leistung durch den Patienten und Betreuten

Diese Fähigkeit zur Abgrenzung ist ein wichtiger Teil der Psychohygiene. Sie sorgt bei erfahrenen Pflegefachkräften dafür, dass diese ihre Selbstwirksamkeit nicht verlieren und den Patienten oder zu Betreuenden, fachlich und menschlich gut betreuen. Oft stecken viele Jahre „Selbst“ Erfahrung hinter dieser Fähigkeit.
Diese Lernphase kann man durchaus abkürzen, indem Mitarbeiter erfahren, wie sie mit ihren und den Empfindungen der andern umgehen.

Empathie = sich in einen anderen Menschen hineinfühlen und dessen Sichtweise nachvollziehen können.

Empathie ist…

 

Wahrnehmung

Wie geht es dem anderen?
Körpersprache, Gestik, Mimik, Krankheitszeichen,
emotionale Ausstrahlung (traurig, gelöst u.s.w.)

Verständnis

Warum geht es ihm so?
Ursache, Umstände, Umfeld

Antizipation                                                                 

Wie reagiert er auf mich und meine Ansprache? 
rational oder emotional?

Resonanz

Wie reagiere ich auf Ihn?
Mitgefühl, Sachlichkeit, Akzeptanz, mit Worten, mit Handlungen

 
   

Pflegehilfskräfte die Quereinsteiger sind, sind hier besonders betroffen. Sie sind emotional und kommunikativ nicht genug auf diese neue Aufgabe vorbereitet.

Sie werden ebenso mit ethischen wie mit persönlichen Belangen der Patienten und zu Betreuenden konfrontiert, sowie mit viel Fachwissen zu Ihrer neuen Aufgabe. Die Wenigstens von Ihnen haben vorher Menschen so eng betreut. Das Waschen im Intim Bereichen ist hier ebenso ein Thema, wie die mangelnde Körperhygiene einiger Menschen die zu betreuen sind. Wie man während der Pflegezeit ein empathisches Gespräch führt und in wenigen Minuten dem anderen trotzdem ein gutes Gefühl gibt, ohne „Mit“ zu leiden, sondern Positives und Stärke zu vermitteln und schlicht ein tolles Gefühl. 
Sie sind mit diesen Anforderungen schlicht überfordert und haben noch nicht gelernt wie Sie damit umgehen können und die Liebe zu diesem Beruf entwickelt. 

Führungskräfte kommen hier ebenso an Ihre Grenzen. Allein Motivation und kurze Gespräche helfen wenig. Es geht um generelle Hilfen zur Lösung des Themas. Dazu gehört Wissen zur Gesprächsgestaltung, Handlungsalternativen in schwierigen Situationen und die Möglichkeit für jeden Pflegenden individuell seine eigenen Stärken u. Schwächen zu erkennen und Lösungen zu finden.

Lösung und Ergebnis:

  • Ein Mitarbeiter der hier gut begleitet wird und dem das fehlende Wissen ergänzt wird, ist schneller ein Teil des Teams. 
  • Er gibt nicht so schnell auf und bleibt in diesem neuen Beruf!
  • Seine Selbstwirksamkeit wird gestärkt und er fühlt sich nicht überfordert. 
  • Es werden schneller eigene Ideen und Lösungen eingebracht. 
  • Die Offenheit im Team und zur Führungskraft werden gesteigert.

Jedes positive Erlebnis verstärken und für jedes negative Erlebnis Lösungen finden, ist die Zauberformel.
Regen Sie Ihre Mitarbeiter an, darüber zu sprechen und leben Sie Empathie vor!

Berichten Sie mir gern aus Ihren eigenen Erfahrungen, ich freue mich immer über praktische Beispiele im Positiven und im Negativen  und vielleicht habe ich sogar eine Idee, die Ihnen hilft. 

Bild: © O. Knittel für COM-INSTITUT

Text: COM-INSTITUT

 


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